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Arbeitsschwerpunkte
Cornelia Regelsberger arbeitet im Ruhrgebiet, beeindruckt von den großen
Industriebrachen und deren Geschichte, die sehr archaisch Geschichte(en)
von Menschen erzählen.
Ihr zweiter Arbeitsort ist Schleswig-Holstein, wo sie beeindruckt von
der Weite, Meer und Landschaft zu neuen Themen in der Malerei und Grafik
werden läßt.
Das Spiel mit dem Material
und mit Bedeutungsebenen stehen im Mittelpunkt der künstlerischen
Arbeit.
Die Geschichte des Körpers
und das Gedächtnis des Körpers sind thematische Ausgangspunkte.
Klischees von Kindheit, Alter, Tod, Mann , Frau, Schönheit und Glück
werden befragt.
Rauminstallationen in den großen
Industriehallen des Ruhrgebiets, die heute vielfach auch Ausstellungshallen
geworden sind, faszinieren sie besonders. Hier spielt sie mit fragilen
Körperhüllen, Garninstallationen und grafischen Elementen der
Zeichnung. Dort setzt sie auch die von ihr entwickelten Garnbildern, die
sie näht oder mit Garnfäden klebt, wie Druckgrafiken in die
Installationen ein.
Im renomierten Karl-Ernst-Osthaus
Museum in Hagen oder mit der Teilnahme an der EN-Kunst 2006, wo sie eine
Brautkleidinstallation in der Dachkkonstruktion einer Ziegelei präsentierte,
bezeugt sie einen eigenwilligen Stil. Sie kombiniert ungewohnte Materialien
miteinander und in der thematischen Bindung an Körpererfahrungen
entstehen beim Betrachter Bilder, die das eigene Verhältnis zur Geschichte
des Körpers befragen.
Die Künstlerin unterläuft damit die Bilder der Medien und der
klischeehaften Vorstellung von Mann und Frau, Kindheit und Tod, Glück
und Geborgenheit. So setzt sie spielerisch, augenzwinkernd und manchmal
auch provokant gängige Bilder "der glücklichen Braut",
des "behüteten Kindes" in starke Kontraste. In den Materialkombinationen
z.B. beim rosa behäkeltes Tor kombiniert sie Handarbeitstechniken
mit Elementen der Plastik und unterläuft damit Bedeutungsebenen und
Materialfunktionen.
Cornelia Regelsberger, geboren
in Detmold, ist neues Mitglied der GEDOK Ostwestfalen. Sie zeigt "Kunst-Spiel-Zeug",
kleine zum Teil gehäkelte Puppen und Objekte, dicke Barbies sitzen
auf kleinen Stühlen. An den Wänden hängen grafischen Arbeiten.
Ölbilder vervollständigen die Präsentation. Vielfach in
Serien gearbeitet, hängen die Bilder in sechser- und achterblöcken
beieinander. Im Mittelpunkt steht immer die menschliche Figur.
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